Das Philips Hue System zaubert in jeden Raum eine stimmungsvolle Effekt-Beleuchtung und ist bestens als Nachrüst-Lösung (z.B. für bestehende 230 V Leuchten) geeignet. Dieser Blog-Beitrag zeigt Ihnen, wie Sie die Hue-Produktfamilie optimal in Ihr SmartHome einbinden können.

Das ist Philips Hue

Ein Hue-System (englisch für Farbton) besteht aus einer oder mehreren Hue-Lampen und der Hue-Bridge. Die Bridge kommuniziert zum einen mit allen gefundenen Leuchten über ZigBee und zum anderen mit der restlichen Welt über TCP/IP. Dazu besitzt die Bridge eine Ethernet-Schnittstelle. In einer Welt, in der mittlerweile sogar Zahnbürsten über Apps bedienbar sein müssen, sieht auch das Philips-Konzept selbstverständlich vor, die Hue-Leuchten über eine iOS oder Android-App zu steuern. Das Smartphone bedient sich dabei der Hue-Bridge, um indirekt mit den Leuchten zu kommunizieren. Im echten SmartHome entspricht diese App-basierte Insellösung natürlich nicht den Anforderungen. Der Wunsch wäre vielmehr, die Steuerung der Leuchten an ein bestehendes KNX-System zu übertragen. Wie diese Kopplung funktioniert, lesen Sie hier.

Was benötigen Sie?

  • natürlich ein KNX-System
  • eine Logik-Engine (hier: der Gira HomeServer)
  • ein Philips Hue System (Bezug des Kits am Ende des Beitrags)

Der Aufbau

Vorbereitung

Den grundlegenden Aufbau nehmen Sie gemäß der Hue-Beschreibung vor: Installieren Sie alle Lampen, schalten Sie alle ein, verbinden die Hue-Bridge mit einem Ethernet-Switch oder mit Ihrem Router (z.B. FritzBox), versorgen sie über das mitgelieferte Netzteil mit Strom und lassen die Bridge Ihre Lampen finden. Mit der Philips Hue App können Sie kontrollieren, ob alle Lampen gefunden wurden, ihnen Namen vergeben und auf Funktion prüfen.

Account

Besorgen Sie sich unter http://www.developers.meethue.com/user/login einen kostenlosen Developer-Account, um die vollständige API lesen zu dürfen, die Sie hier finden: http://www.developers.meethue.com/philips-hue-api

Bridge-Username generieren

Um unbeschränkten Zugriff auf die Bridge zu bekommen, ist es notwendig, dass Sie sich einen autorisierten Usernamen generieren lassen. Diesen besorgen Sie sich über das Hue RESTful Interface unter Zuhilfenahme einer webbasierten CLIP-Maske. Wie das funktioniert ist unter http://www.developers.meethue.com/documentation/getting-started im Abschnitt „So let’s get started…“ zu finden. Diesen Usernamen (im Beispiel ist das die einfach zu merkende Zeichenkette „1028d66426293e821ecfd9ef1a0731df”) benötigen Sie später, für die Ansteuerung mit dem HomeServer, also bitte notieren Sie ihre persönliche ID.

Erster Funktionstest mit dem HomeServer

Um die erfolgreiche Ansteuerung der Hue-Lampen mit dem Gira HomeServer zu testen, bietet sich ein kleiner Logik-Aufbau, zusammen mit einer Web-Abfrage an:

HomeServer Web-Abfrage für Philips Hue (Senden)
HomeServer Web-Abfrage für Philips Hue (Senden)
HomeServer Web-Abfrage für Philips Hue (Daten)
HomeServer Web-Abfrage für Philips Hue (Daten)

Im Reiter „Senden“ der Webabfrage geben Sie die IP-Adresse Ihrer Hue-Bridge bekannt. Der Reiter „Daten“ enthält die eigentlichen Daten, welche an die Bridge übertragen werden und von dieser ausgeführt werden. Der orange Balken steht für Ihren persönlichen Benutzernamen, im Beispielfoto sind lediglich die ersten beiden und das letzte Zeichen zu sehen. Weiterhin wichtig ist die Nummer der anzusprechenden Lampe („lights/3“) und der auszuwählende Farbton („hue“:1, „sat“:255), was einem Rot-Ton entspricht. In der Philips Hue-API finden Sie die vollständige Liste der unterstützten Kommandos. Die Webabfrage müssen Sie im grafischen Logik-Editor nur noch auslösen und schon dürfen Sie den ersten Funtionstest als Erfolg verbuchen.

Umsetzung der Automatisierung

… hier kommt noch was …

Philips Hue Lampen in bunt
Philips Hue Lampen in bunt
Philips Hue Lampen in weiß
Philips Hue Lampen in weiß

Empfehlung: Starterkit

Als Hue Starterkit für das Hue System darf ich Ihnen das folgende Paket empfehlen, welches mit der Hue-Bridge (neueste Generation) und 3 x E27 Leuchten alles für den Einstieg in die stimmungsvolle Beleuchtungswelt bietet:

Hue Kit

Übrigens: an die Hue-Bridge lassen sich auch die LivingColors der 2 Gen. und 3.Gen anbinden (mit der runden Fernbedienung). Leider habe ich keine Möglichkeit gefunden, die LivingColors der ersten Generation ebenfalls zusammen mit dem Hue-System zu verwenden, aber falls jemand damit erfolgreich war, würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen. In allen anderen Fällen natürlich auch.

Die wunderbare LivingColors LED-Lampe der 3.Generation, welche problemlos mit der Philips Hue Bridge arbeitet und damit sozusagen SmartHome-fähig ist, finden Sie hier:

Living Colors
Philips Hue Beleuchtung erfolgreich in KNX einbinden
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10 Gedanken zu „Philips Hue Beleuchtung erfolgreich in KNX einbinden

  • 16. März 2017 um 17:07
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    Hallo Stefan,

    schöner Artikel, vielen Dank!

    Gibt es eigentlich noch einen Grund, warum man zum Hue-Gateway von Ise greifen sollte? Oder kann man das alles über Deine Lösung einrichten? Das Gateway ist mit ca. 400 Euro ja nicht ganz billig.

    Viele Grüße
    Timo

    Antworten
    • 16. März 2017 um 19:35
      Permalink

      Hi Timo,

      sehr gerne geschene, freut mich, dass er dir gefällt.
      Nun, ich sag es mal so: Wenn du bereits einen Homeserver (oder ähnliches) hast und den zeitlichen Aufwand für die Umsetzung nicht scheust, dann kannst du ohne das Gateway auskommen. Es ist ja „nur Effektbeleuchtung“ und somit nicht gefährlich für den Frieden daheim, wenn es eine Weile dauert bis alles zuverlässig funktioniert.
      Ich würde sagen, ein Versuch ist es auf jeden Fall Wert.
      Viele Grüße,
      Stefan

      Antworten
  • 6. Januar 2017 um 21:54
    Permalink

    Hallo zusammen,
    ich habe das ganze hinbekommen, die Lampe geht an, allerdings habe ich Probleme weil der Homeserver immer nach einer festen Anzahl (so kommt es mir vor) Zeichen abbricht. Es ist egal welche content Length ich mache 40 oder 400.
    Was mache ich falsch.
    Content Format: text/xml hat bei mir auch nicht funktioniert, habe mal geschaut was die HUE Api schreibt. Dort war es text/plain…
    Kann mir jemand helfen?

    Antworten
    • 7. Januar 2017 um 8:06
      Permalink

      Hallo Alexander,

      wenn du möchtest, kannst du mir mal einen oder zwe Screenshots von deinen Homeserver-Einstellungen zusenden: info@heimautomation-buch.de
      Vielleicht fällt mir etwas auf. Wenn du direkt z.B. über den Browser Kommandos an die Bridge gibts, funktioniert es dann generell bei dir?
      Viele Grüße,
      Stefan

      Antworten
      • 8. Januar 2017 um 12:33
        Permalink

        Hallo Stefan,
        habe dir eine Mail mit Info´s zugeschickt. JA über die API App gehts. Ich glaube der Homeserver trennt nach 194 Zeichen, siehe mal in der Mail.
        Wenn ich feste Werte nehme, geht das Licht sofort an, wenn ich Werte nehme, die ich aus GA zusammensetze, dauert bei mir das einschalten auch ca. 5 Sekunden.
        Ich habe auch mal mit wireshark mitgeschaut was die APP versendet.
        Gruß
        Alex

        Antworten
        • 24. Januar 2017 um 19:18
          Permalink

          Hallo Alexander,

          ich hatte das Problem auch.
          Wie ich jetzt festgestellt habe lag es doch an der „Content-Length“. Muss so lang sein, wie der letzte Eintrag Zeichen hat. Jetzt „flutscht“ es!! Bin so happy !!!

          Antworten
          • 26. Januar 2017 um 18:48
            Permalink

            Daniel,

            vielen Dank für das Feedback, super dass es jetzt bei dir geht.
            LG,
            Stefan

    • 24. Januar 2017 um 15:07
      Permalink

      Hallo, bin hier zufällig drüber gestolpert.
      Ich hatte die Anbindung HS/HUE bereits seit einiger Zeit realisiert.
      Früher ging es gefühlt mal schneller…
      Auch ich habe jetzt das „5 Sekunden“ Phänomen…

      Content Format: text/xml oder text/plain macht bei mir keinen Unterschied.
      Content Length auch nicht…

      Könnte es an der HUE Bridge liegen? Braucht die als „Ende“ des Kommandos noch irgendeine „Kennzeichnung“??

      Antworten
  • 29. November 2016 um 9:58
    Permalink

    Hi, sehr cool. Funktioniert an sich einwandfrei. Jedoch sind die Schaltzeiten bei mir groesser 5 Sekunden? Ist das die Zeit, welcher der HS tatsaechlich fuer das Verarbeiten des WebService Calls benoetigt, oder sollte die Schaltzeit bei Weitem geringer sein?

    Antworten
    • 30. November 2016 um 9:03
      Permalink

      Hallo Sascha,

      hm, nein, die Schaltzeiten sollten deutlich unter 5 Sekunden liegen, mir ist eine Verzögerung eigentlich nicht aufgefallen.
      Wie hast du denn die HS Logik umgesetzt?
      Viele Grüße,
      Stefan

      Antworten

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